Links & Literatur

Christa Maar, Iconic Turn – Die neue Macht der Bilder, Köln 2004

 

Hubertus Amelunxen, Fotografie nach der Fotografie (digitale Bildwelten) u.a. (Hg.), München 1996 

 

wikipedia.org

 

photoscala.de

 

fotografieren.com

 

iconic-turn.de

Paradigmenwechsel Analog/Digital

Viele von uns bevorzugen entweder die digitale oder die analoge Art der Fotografie. Jede bietet ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wann ist welche Art der Fotografie entstanden und welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf das Studium?

1837 proklamiert Louis Jaques Mandé in Paris die Erfindung der Fotografie. Erstmalig konnte ein Bild mit Hilfe von lichtempfindlichen Stoffen festgehalten werden. Der Film einer analogen Kamera besteht seither aus 4 Schichten: einer Gelatineschutzschicht, die lichtempfindliche Emulsionsschicht die ca. 20 Schichten Silberhalogenide enthält, die Lichthofschutzschicht, die Reflektionen verhindert und der Schutzschichtträger. Nachdem Licht auf die lichtempfindliche Emulsionsschicht fällt, spalten sich die Silberhalogenide in elementare Halogene und metallische Silber. Stellen die im Motiv hell waren, sind auf dem Negativ durch die Silberansammlung dunkel zu sehen. Die Geburtsstunde der analogen Fotografie.

Die digitale Fotografie entstand einige Jahre später. 1970 präsentieren die Quantenphysiker Willard Boyle und George Smith das Charge Coupled Semiconductor Device, abgekürzt: CCD. Vor der Sensorfläche ist ein Farbfiltermosaik angebracht. Jedes Farbfiltermosaik erfasst nur eine Farbkomponente (Rot, Grün oder Blau). Die in einer CCD-Zelle gespeicherte Ladung wird an die benachbarten Zellen weitergegeben, somit wird die Farbinformation auf jedes Bildelement ausgebreitet. Die erste Kamera die Bilder auf die digitale Art speicherte, ist die Sony MAVICA. Mit ihr wurde der Grundbaustein in die digitale Fotografie gelegt.

Heute fotografiert der Großteil aller Kameranutzer digital. Die Variante scheint einfacher zu sein, da Bilder schnell und einfach auf dem Computer nachgearbeitet werden können.
Den meisten Hochschulen ist die Wahl zwischen Analog und Digital allerdings egal, solange das Endergebnis stimmt.


„Ich will das Digitale gar nicht so weit nach vorne stellen, wir betreiben ja auch „klassische“ Fotografie. Nur die digitalen Möglichkeiten, die digitalen Bilderfindungen sind hinzugekommen. Und ich denke, dass das mit zu unserem Profil beiträgt. Wir bemühen uns darum den Studierenden eine breite gestalterische Grundausbildung mit auf den Weg zu geben, die unabhängig ist von den gerade aktuellen technischen Möglichkeiten. Dann ist uns wichtig, die neusten digitalen Bilderfindungsmöglichkeiten mit in die Lehre einzubeziehen. Sie zu nutzen, aber nicht zu verherrlichen. Das ist eine Gradwanderung. Wir machen ja keine Bilder nur der Technik wegen, sondern wir nutzen die Technik, um Bildideen zu verwirklichen. Wir möchten hier Bildautoren mit eigener Meinung ausbilden. Das ist angesichts der „Beliebigkeit“ der neuen Medien umso wichtiger.“  (Jostmeier, Michael, in: Photonews, Nr.5, Mai 2003, Seite 22)