Fotodesign im Studium

Fotodesign fällt unter die Rubrik des Designs. Entscheidet man sich dazu, als Fotodesigner tätig zu werden und ein Fach mit dem Schwerpunkt Design zu studieren, sollte man sich vorher informieren worauf man sich einlässt. Welche Vorraussetzungen sollte man mitbringen um ein Designstudium erfolgreich zu absolvieren und wie sieht das spätere Berufsleben eines Designers aus?

Fotodesign beschreibt die Art und Weise durch Fotografie visuell zu gestalten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Visualisieren von Bildinformationen. Dabei muss man sich an bestimmte Gestaltungsprinzipien halten und sich bei der Umsetzung an ihnen orientieren.

Die meisten Fotodesigner sind im Bereich Werbefotografie tätig und sind beruflich daher hauptsächlich an kommerziellen Aufträgen orientiert. Mit Fotodesign versucht man im Betrachter bestimmte Emotionen und Assoziationen hervorzurufen um beispielsweise ein Produkt gut zu verkaufen. Die Fotos werden mit speziellen Mitteln unter gut gewählten Bedingungen, wie Beleuchtung oder Location inszeniert. Die Ergebnisse der Werbefotografie lassen sich dann auf Plakaten, im Internet, Katalogen oder im TV wieder finden. Werbefotografien werden meist grob bestimmten Bereichen zugeordnet, wie z.B. Architektur, Food, People, Stilllife, Beauty, Technique oder Landscape (siehe Bereiche der Fotografie).

Fotodesign kann an Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunsthochschulen studiert werden. Mögliche theoretische Unterrichtsinhalte können sich vom wirtschaftskundlichen, über den gestalterischen, bis hin zum werbespezifischen Bereich erstrecken. Zum einen werden wirtschaftsrechtliche, fotorechtliche sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Zum anderen aber auch gestalterische Aspekte, wie z.B. Farbenlehre und Filtertechnik. Im werbespezifischen Bereich, können Zielgruppenanalyse, Werbepsychologie sowie Mediaplanung und Steuerlehre zu den Unterrichtsinhalten zählen. Mögliche praktische Unterrichtsinhalte beschäftigen sich hauptsächlich mit der Anwendung der erlernten Kenntnisse. Grob kann man die Bereiche Aufnahmetechnik, Digitaltechnik, Labortechnik, Layoutzeichnen und Präsentation voneinander abgrenzen. Vermittelt werden Kenntnisse im Umgang mit der Beleuchtung, den Geräten, Bildbearbeitung, Entwicklungs- und Kopiertechniken und den Präsentationsmöglichkeiten der Bilder.

Um den Beruf des Fotodesigners zu erlernen gibt es viele Wege. Diverse Hochschulen bieten ganz unterschiedliche Design-Studiengänge an wobei sich diese nur schwach in ihren Inhalten unterscheiden. Daher gibt es auch eine Vielzahl an Berufsbezeichnungen, die letzten Endes alle die Kenntnisse des Fotodesigns umsetzen. „Designer für visuelle Kommunikation”, „Fotodesigner”, „Kommunikationsdesigner”’ oder „Mediengestalter” um nur einige zu nennen.

Vorteilhaft wäre es, wenn man einige bestimmte Vorraussetzungen schon vor Eintritt ins Design-Studium mitbringt. Der Fotodesigner ist kreativ. Er muss ständig neue Ideen entwickeln, denn nur selten wiederholt sich das zu fotografierende Objekt in gleicher Form. Er muss sensibel sein. Wohl die wichtigste Eigenschaft eines Fotodesigners ist es, die kleinen Fehler zu erkennen. Wo verdeckt der Schatten der Nase ein Auge? Wie könnten die Brötchen noch knuspriger aussehen? Und wie knusprig ist genug? Des Weiteren muss der Fotodesigner über Wahrnehmungsfähigkeit und Realitätsbewusstsein verfügen. Man muss die Dinge so sehen wie sie sind, aber sie sich auch so vorstellen können wie sie rüber kommen sollen. Ausdauer und Disziplin sind bei dem Job als Fotodesigner ebenfalls unerlässlich. Das „perfekte Foto” zu schießen dauert meist eine kleine Ewigkeit. Oft kommt es vor, dass unter 50 Fotos nur 3 brauchbare zu finden sind. Besonders im Bereich „People” muss man sich auf das zu fotografierende Model einstellen und viel Geduld beweisen.

Wie schon erwähnt, beweist der Fotodesigner meist in der Werbebranche sein Können. Der Arbeitsort und –platz variiert. Fotos werden an den unterschiedlichsten Orten gemacht und müssen anschließend in der Dunkelkammer entwickelt, oder am PC überarbeitet werden. Die Bildkompositionen werden meist in einem Team mit Assistenten oder anderen Fotografen besprochen. Der Beruf findet an vielen Orten Beschäftigung: in Fotostudios und Ateliers der Werbe-, Mode- oder Wissenschaftsfotografie, in Werbe- oder Grafikdesignbüros, in Presseagenturen, Bildredaktionen von Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen oder in Film- und Fernsehproduktionen.