Aufnahmebedingungen

Die Aufnahmebedingungen zu einem Design orientierten Studienfach bedeuten für die Studenten oftmals mehr, als die Fachhochschulreife oder das Abitur. An den meisten Hochschulen werden zusätzlich Eignungsprüfungen durchgeführt, die das Können des Bewerbers unter anderem anhand von einer Bewerbungsmappe verdeutlichen sollen.

Zunächst einmal sollte der Bewerber über das Abitur, eine fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife verfügen, um sich für einen Studienplatz im Bereich Design zu bewerben. Ist der erste Schritt damit getan, fordern die meisten Universitäten das Einreichen einer selbstangefertigten Bewerbungsmappe, in der verschiedene künstlerische Arbeiten des Bewerbers enthalten sein sollen. Diese können von Zeichnungen bis über Fotografien und Skizzen reichen. Diese Mappenprüfung ist meist nur Teil der gesamten
Eignungsprüfung. Sie dient der Vorauswahl und vermittelt den Professoren bereits den ersten Eindruck, ob sich der Bewerber gestalterisch für ein Studium im Bereich Design eignet. Findet die Bewerbungsmappe positive Resonanz, wird der Bewerber zusätzlich zu einer praktischen und einer mündlichen Eignungsprüfung eingeladen. Bei der praktischen Prüfung werden dem Bewerber ein bis mehrere kleine Aufgaben gestellt, die er innerhalb eines  begrenzten Zeitrahmens erfüllen muss, um was genau es sich bei den Aufgaben handelt, wird ihm erst kurz zuvor mittgeteilt. Dadurch soll sich zeigen, wie der Prüfling unter Druck künstlerich arbeitet. Die mündliche Eignungsprüfung dient vielmehr dazu den Bewerber näher kennenzulernen. Seine Beweggründe zu erfassen, warum genau er etwas im Bereich Design studieren will, wie er auf die Arbeiten in seiner Bewerbermappe kam und ähnliche Fragen. Hierbei gilt es für den Prüfling darauf zu achten, sich weder mit falscher Bescheidenheit zu  rühmen, noch ein zu hohes und unangebrachtes Selbstbewusstsein an den Tag zu legen.

In manchen Fällen erwarten die Hochschulen vor der Bewerbung ein zusätzliches Vorpraktikum. Dieses kann zeitlich zwischen meist mindestens sechs Wochen bis mehreren Monaten variieren. Diese Vorpraxis soll der Bewerber in Industrie- und Handwerksbetrieben mit gestalterischer Ausrichtung vermittelt bekommen, wie beispielsweise Verlage, Werbe- oder Medienagenturen. Das Praktikum sollte zudem mehrere berufsbezogene Tätigkeiten, wie beispielsweise Screendesign, Bildbearbeitung und Marketing abdecken. Schwerpunktmäßig soll der Praktikant hier den Umgang mit entsprechender Software und zeitgemäßen Technologien erlernen. Nach  Beendigung eines solchen Praktikums, wird dem Bewerber ein Zeugnis der Firma oder Agentur ausgestellt, diesen Nachweis muss er zusammen mit der Bewerbung an der Hochschule einreichen.

Ein wichtiger Punkt für den Bewerber ist, dass er sich vorher gründlich über die Vorgaben zur Bewerbungsmappe informieren sollte, da in den meisten Fällen solche Mappen, die das vorgegebene Format überschreiten oder die geforderte Thematik verfehlen, sofort aussortiert werden. Es steht dem Bewerber zudem die Möglichkeit zu, sich vorher Rat und Hilfe bei verschiedenen Mappenvorbereitungskursen einzuholen.